Besuchsdienst

Erfahrungsbericht

Ein gewinnbringender Besuch beim Besuchsdienst


Besuchsdienst - was ist das überhaupt? Wer kann da mitmachen und brauchen die überhaupt „Normalos“ wie mich ? Diese Frage habe ich mir gestellt, als wir vom Kirchenvorstand vor einiger Zeit gebeten wurden, diesen Kreis zu fördern.
Einige von uns wussten mehr, andere weniger und so beschlossen wir, uns zunächst einmal fortzubilden, um dann informiert miteinander ins Gespräch zu kommen. Pastorin Inge Matern von der Neustädter Kirchengemeinde begleitet die Besuchsdienstarbeit im Kirchenkreis und zerstreute unsere Zweifel: „Jeder ist geeignet, der einem anderen Menschen eine Freude machen will und gut zuhören kann.“ Zudem sagte sie, und das hat für mich den Anlass gegeben, es auch einmal zu probieren, dass solche Besuche für die betreffenden Gemeindemitglieder, aber insbesondere auch für die Besuchenden selbst eine große Bereicherung sein könnten.
Die Damen des bestehenden Besuchsdienstes haben es bestätigt und dazu ermutigt, einfach mal hinzugehen (der Besuchsdienst besucht die 75-und 85-Jährigen der Gemeinde zu deren Geburtstag). Es fand ein reger Austausch über Details statt: Ruft man vorher an? Wann soll man kommen?
Der Besuchsdienst in der jetzigen Form wurde, das stellte sich für mich dabei heraus - fast zwanzig Jahre lang von Iris Prüwer geleitet - dafür gebührt ihr und allen, die über viele Jahre mitgemacht haben ein ganz besonderer Dank! Für uns Kirchenvorsteher war es schön, diesen Arbeitsbereich kennen zu lernen und ihn gut organisiert vorzufinden, eine regelrechte Schatzkiste! Fortan wird Kirchenvorsteherin Christiane Thiele die Organisation übernehmen. So können wir zuversichtlich sein, dass auch weiterhin ein gut funktionierender Besuchsdienst unsere Gemeinde ziert. Schließlich wird es zunehmend schwer, Mitarbeiter für diese Form des „Sich-Umeinander-Kümmerns“ zu finden.

Zurück zu den Detailfragen: Ob man sich vor einem Besuch ankündigen sollte oder nicht, haben die Mitglieder des Besuchsdienstes unterschiedlich entschieden; auch, weil viele die zu Besuchenden schon kannten und sich regelrecht auf ein Wiedersehen freuten. Ich persönlich habe im Laufe der Monate, die ich dort probeweise Dienst getan habe, bei den zu Besuchenden vorher angerufen bzw. (wenn im Heim) bei der Stationsleitung nachgefragt, ob ein Besuch Recht sei: das wurde immer bejaht.
Und ich kann sagen: es stimmte! Die „Geburtstagskinder“ waren stets hoch-erfreut und haben die mit dem Besuch einhergehende Wertschätzung sehr genossen. Ich fühlte mich aufrichtig willkommen und hab die intensiv verbrachte Zeit gestalten und genießen können. Die Menschen haben oft sehr viel Interessantes zu erzählen und bringen einem als „Stadtkirchengesandter“ viel Vertrauen und Dankbarkeit entgegen. Manchmal waren wir eine Zeit lang regelrecht selig ins Gespräch vertieft - unglaublich!
Auch ich habe diese Besuche sehr geschätzt und kann nur dringend anempfehlen, sich einmal auf eine solche Erfahrung einzulassen - die Mitglieder des Besuchsdienstes freuen sich über jede Unterstützung und noch mehr neue Mitarbeiter. Wann machen Sie mit?  
Dr. Volker Witte, für den Kirchenvorstand

 

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Christiane Thiele

Tel.: 05141-381498